09.01.2013

Tom Kha Kai – thailändische Hühnersuppe

Die freundlichen, frischen Farben dieser Suppe mag ich besonders jetzt im Winter, außerdem wärmt sie durch den enthaltenen Ingwer und Galgant auch prima von innen. Was bei plus 30°C schmeckt, kann bei -10°C auch nicht verkehrt sein ;) Übrigens soll Galgant sehr gut gegen Magenschmerzen helfen, wer sich also etwas eingefangen hat, dürfte einigermaßen froh über ein stärkendes Süppchen sein.

Für 6 große Portionen, Zubereitungszeit ca. 90min:

  • 1 frisches Brathühnchen, ohne Inneren
  • 2 Dosen (je 425ml) Kokosmilch
  • 1 Zwiebel
  • 5 Möhren, gerne auch eine Petersilienwurzel
  • 1/2 Stangensellerie
  • 1 Zucchini
  • 3 bunte Paprika
  • wer mag, eine Handvoll Shiitake-Pilze (2h vorher eingeweicht) oder frische Champignons
  • 2 Stängel Zitronengras, nicht ganz so alt & hart
  • 8-10 frische Curryblättchen
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 scharfe, aromatische Chilis, kleingeschnitten
  • ca. 7cm Ingwer, in kleine Fädchen geschnitten
  • 3-4 Knoblauchzehen, kleingehackt
  • Tom Kha-Paste (enthält Zitronengras & Galgant), lässt sich natürlich auch frisch aus den beiden Zutaten herstellen, falls man einen brauchbaren Gemüseladen in der Nähe hat: 7cm Galgant (wird auch Galanga genannt) in dünne Fädchen geschnitten oder gerieben, 4 Stängel Zitronengras (einmal längs durchschneiden)
  • wer mag, 1/2 TL Kurkuma zur Färbung
  • Salz oder Fischsauce
  • als Deko einfach ein paar Blättchen vom Zitronenbäumchen, ein paar frische Korianderblätter und/oder ein paar Segmente vom Zitronengras

In einem großen Topf wird zuerst das Hühnchen, mit kaltem Wasser knapp bedeckt, zusammen mit etwas Salz, der geviertelten Zwiebel, den Lorbeerblättern und 1-2 Möhren zum Kochen gebracht und schließlich für ca. 60-75min bei mittlerer Hitze weichgekocht.

In der Zwischenzeit kann man sich um das Gemüse kümmern – einfach alles schön Löffelgerecht kleinschneiden. Der Ingwer wird geschält, dann in dünne Scheiben geschnitten und diese schließlich in kleine Streifchen, der Galgant wird einfach nur in dünne Scheiben geschnitten (Galgant wird nicht unbedingt mitgegessen, lässt sich so leichter herausfischen).

Wenn das Hühnchen gar ist – man also den Knochen locker aus dem Hühnerbein ziehen kann und ein Schnitt in die Hühnerbrust keine rötlichen Stellen mehr offenbahrt – nimmt man es heraus, stellt es zum Abkühlen beiseite und gießt die Brühe durch ein Sieb.

In den nun leeren großen Topf gießt man ein wenig Öl und brät bei großer Hitze die Chilistücke, Ingwer, Galgant und den Knoblauch an, bis alles ein bisschen Farbe bekommt und sich in den Zimmern der Wohnung der Duft verbreitet :) Anschließend löscht man mit der Kokosmilch und etwas Brühe ab. Nutzt man statt Zitronengras und Galgant die fertige Tom-Kha-Paste, ist das jetzt der Zeitpunkt, um etwa 3-4 TL davon in die Flüssigkeit einzurühren. Anschließend fügt man das Gemüse dazu – zuerst die Selleriestückchen, die Möhrenstücke, Petersilienwurzel, ggf. die Pilze, später dann die nur wenig Kochzeit benötigenden Paprika und Zucchini. Von der Brühe gießt man ab jetzt einfach nach Bedarf auf, wer mag, kann jetzt auch die frischen Curryblätter und zur leichten Gelbfärbung das Kurkuma beigeben.

Das Gemüse braucht maximal 10min, um gar zu sein, ohne dabei seine Farbe zu verlieren. In dieser Zeit löst man das abgekühlte Hühnchen aus, schneidet die Fleischstücke löffelgerecht und fügt sie gleich der Suppe mit hinzu. Anschließend einfach noch mit Salz, Sojasauce oder Fischsauce abschmecken und dekorieren – fertig.

Wer gerne Nudeln in der Suppe möchte – für 2min in warmen Wasser eingeweichte Glasnudeln passen prima mit in die Schüssel. Ansonsten würde ich als Beilage einfach etwas frisches Weißbrot oder eine extra Schüssel Soba-Nudeln mit ein wenig Sojasauce empfehlen.

10.07.2012

Letscho.

Echt ungarisch! :) Die perfekte Beilage zu Schnitzel (Schnitzel + Letscho = “Zigeunerschitzel”) , bei uns gerne auch zum sommerlichen Grillfest gesehen. Verwendet man bunte Paprika, hat der Anblick auch nichts mehr mit dem dürftigen, mit einer halben Tonne Ascorbinsäure haltbar gemachten Matsch aus der Dose oder Gläsern zu tun.

letscho

Für 5 große Portionen:

  • ca. 1,5-2kg Paprika – egal, ob bunt, rot, grün, gelb oder orange, spitz oder rund
  • 300g Bauchspeck
  • 3 große Zwiebeln
  • etwas Öl
  • 1-2 TL Gewürzpaprika, edelsüß oder scharf, je nach Vorliebe 
  • 3 kleine Dosen (425ml) gestückelte Tomaten
  • Salz und Pfeffer bzw. Sambal Oelek nach Belieben
  • 2TL getrockneter Thymian – oder frisch (10-15 Zweige)
  • 1/4 TL gemahlener Kümmel

In einem großen Topf brät man den kleingeschnittenen Bauchspeck in ein paar EL Öl für 4-5min scharf an, bevor man die klein bis mittelgroß geschnittene Zwiebeln dazugibt und die Hitze etwas zurücknimmt. Nun putzt man die Paprika (weißes Zeug aus dem Inneren herausholen, Stiele und Kerne entfernen), schneidet sie längs in dünne Streifen und brät sie, nachdem die Zwiebeln glasig geworden sind, für mindestens 10min mit an. Danach gibt man die 3 Dosen Tomaten sowie den Gewürzpaprika (edelsüß oder scharf, je nach Belieben) dazu, schmeckt mit Salz, Thymian, Kümmel sowie Pfeffer ab. Nach weiteren 20-30min (Deckel drauf, wenn es flüssiger werden soll) ist der Paprika schön weich, aber noch nicht zerfallen – die ideale Letscho-Konsistenz.